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Dämmung – ökologisch und nachhaltig

Wir bauen mit regionalen Baustoffen und nachwachsenden Rohstoffen wie Miscanthus. Dabei entstehen diffusionsoffene Wandaufbauten, die nicht nur dämmen, sondern auch Feuchtigkeit regulieren, Wärme speichern und ein gesundes Raumklima schaffen. Statt auf energieintensive Industrieprodukte setzen wir auf Baustoffe, die CO₂ binden, Ressourcen schonen und sich hervorragend für Sanierung und Neubau eignen.


Was ist Miscanthus überhaupt?

Miscanthus × giganteus ist ein mehrjähriges Süßgras, das 15 bis 20 Jahre auf derselben Fläche wachsen kann. Es benötigt vergleichsweise wenig Dünger und Pflanzenschutzmittel, bildet große Mengen Biomasse und bindet während seines Wachstums CO₂. Dadurch zählt es zu den vielversprechenden nachwachsenden Rohstoffen für das ökologische Bauen.

eine Person steht vor den sehr hohen Miscanthus-Gräsern

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Warum eignet sich Miscanthus als Dämmstoff?

Die Halme besitzen eine sehr poröse, schwammartige Struktur. In den vielen kleinen Hohlräumen wird Luft eingeschlossen – und genau diese ruhende Luft sorgt für die Dämmwirkung. Die innere Porosität liegt bei etwa 70 %.

Weitere Vorteile:

  • sehr geringes Eigengewicht
  • gute Wärmedämmung
  • Feuchtepufferung
  • gute Schalldämmung
  • diffusionsoffener Wandaufbau möglich
  • nachwachsender Rohstoff mit negativer CO₂-Bilanz während des Wachstums

Miscanthus mit Kalk

Im Erdgeschoss und in Bereichen mit höherer Feuchtebelastung wird häufig Kalk als Bindemittel eingesetzt. Miscanthus-Kalk-Mischungen werden teilweise als „Miscrete“ bezeichnet.

Kalk bietet dabei:

  • hohe Alkalität und damit guten Schutz gegen Schimmel
  • Feuchteregulierung
  • Langlebigkeit
  • gute Verträglichkeit mit mineralischem Mauerwerk

Miscanthus mit Lehm

Im Obergeschoss ist Lehm häufig die naheliegendere Lösung.

Lehm bringt zusätzliche Vorteile:

  • hervorragende Feuchteregulierung
  • hohe Wärmespeicherfähigkeit
  • angenehmes Raumklima
  • vollständig kreislauffähiger Baustoff

Die Dämmwirkung stammt dabei überwiegend vom Miscanthus, während der Lehm als natürlicher Binder und Feuchtepuffer wirkt.

Welche Dämmwirkung ist realistisch?

Für Mischungen im Bereich von etwa 400 bis 500 kg/m³ Rohdichte zeigen Untersuchungen Wärmeleitfähigkeiten ungefähr zwischen 0,08 und 0,10 W/(m·K).

Bei 10 cm Dicke ergibt sich daraus ein Wärmedurchlasswiderstand von ungefähr:

  • R ≈ 1,0 bis 1,25 m²K/W

Das allein erreicht noch keine heutigen Neubauanforderungen, ist aber für die Sanierung historischer Gebäude und für diffusionsoffene Wandaufbauten sehr interessant. Besonders in Kombination mit Wandflächenheizungen entstehen sehr behagliche Innenräume. Die Stärke solcher Systeme liegt nicht nur in der Dämmung, sondern im Zusammenspiel von:

  • Dämmung
  • Feuchteregulierung
  • Wärmespeicherung
  • Strahlungswärme der Wandheizung
dick gedämmte Wand mit den Wendeln einer Wandheizung